Aufgabe eines Schamanen

 

Wenn Sie das Wort "Schamane" hören, haben Sie vielleicht das Bild eines Indianers mit einem dicken Bärenfell über dem Kopf vor Augen? Dies mag vielleicht noch in den indigenen Kulturen noch so ein. In der westlichen Kultur sehen Schamanen wie "ganz normale Menschen im ganz normalen (Berufs-)alltag" aus.

 

Schamanen stehen im Dienste ihrer Gemeinschaft, die mit den Kräften der Natur in Verbindung stehen. Sie sind ganzheitlich denkende Menschen und medial begabt. In den früheren Jahrhunderten waren Schamanen in ihrer Gemeinschaft  Medizinmann, Kräuterfrau, Priester, Therapeut, Psychologe, der alte weise Mann/Frau oder Künstler.

 

Ein Schamane hat Fähigkeiten und Tools um Gefühlsproblemen, psychosomatischen Problemen und/oder einer körperlichen Krankheit auf den Grund zu gehen. Er kann für seinen Klienten eine Reise durchführen und ihm sagen, warum es ihm momentan so schlecht geht. Für diese Reise versetzt sich der Schamane willentlich in einen veränderten Bewusstseinszustand und betritt eine Art Parallelwelt, die als nichtalltägliche Wirklichkeit oder Anderswelt genannt wird. Diese Welt ist für das menschliche Auge unsichtbar. Der Schamane jedoch kann aus dieser Welt für seinen Klienten Informationen holen, die sein Klient für seine Genesung auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene benötigt. Darüber hinaus kann der Schamane seinem Klienten Hilfestellungen geben, wie er im Leben weitergehen kann.

 

Schamanen arbeiten immer zum Wohle der ihrer Gemeinschaft. Damit nehmen sie in ihrer Gruppe oder ihrer Familie eine wichtige Funktion ein. Sie werden gerufen, wenn wichtige Ereignisse zu begleiten sind (z.B. Geburt, Heirat, Trennung, Tod, gesellschaftspolitische Veränderungen) oder wenn Dinge auf dem Gleichgewicht geraten sind (z.B. lang ausfallender Regen, Krankheit) oder wenn etwas Unerklärliches passiert.

 

* zur einfachen Lesbarkeit ist hier nur die männliche Schreibform verwendet; sie gilt aber auch für die weibliche Form